Corona-Krise

„Wir machen das Beste aus der Situation“

Auch das Muki hat zu – aber die besondere Herzlichkeit der U3-Betreuung an der Rottstraße/Annastraße ist weiterhin geöffnet, das Basteln, Musizieren geht weiter.

„Wir machen das Beste aus der Situation“, erzählt Muki-Leiterin Tanja Schneider. Mit meinen Muki-Kindern bin ich in Kontakt über Videos, die ich für sie aufnehme… ich spiele für sie Lieder, die wir normalerweise täglich singen, und ein Bilderbuch habe ich auch vorgelesen. Mit den Eltern bin ich über Whatsapp in Kontakt.
Auch zu Hause machen wir viel Musik, spielen viele gemeinsame Spiele. Wir strukturieren den Tag: Morgens sind Schulaufgaben dran. Aber auch ich lerne etwas Neues in dieser Zeit, zum Beispiel neue Lieder für das Muki.
In unserer Hausgemeinschaft halten wir uns alle strikt an die Regeln und bleiben zu Hause. Das geht gut, indem wir uns gegenseitig unterstützen. Wer einkaufen geht, fragt die anderen, ob sie etwas brauchen. Ach ja, Musik auf dem Balkon machen wir auch…
Das Krokodil, das auf den Fotos zu sehen ist, habe ich für die „Mukis“ gebastelt. Es hat den Kindern dann eine Videobotschaft geschickt.
Und einen Tag später habe ich Fotos von Familien bekommen, die zu Hause ebenfalls Tiere gebastelt haben. Das ist wunderbar!
Aber wenn ich an das Flüchtlingslager Moria denke oder an Brasilien oder an all die Frauen und Kinder, denen es jetzt gar nicht gut tut, zu Hause zu sein… dann weiß ich nicht mehr weiter. Wir können einfach nichts tun.
Wir können außerdem unsere Eltern nicht besuchen, auch wenn sie alt und vielleicht krank sind. Das belastet mich.
Ein Teil von mir versucht, das Beste aus der Situation zu machen und ein anderer versteht nicht, was da gerade passiert, und warum.