Tagung: „Gesellschaft in Angst“

Am 3. November findet im Q1 eine Tagung mit dem Philosophen Johano Strasser statt zum Thema „Gesellschaft in Angst – Zwischen Sicherheitswahn und Freiheit„.

Nach einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung sind die Ängste der Deutschen innerhalb eines Jahres so stark gestiegen wie nie zuvor. Zu den größten Ängsten zählen die vor Terrorismus, politischem Extremismus und der Überforderung durch Ausländer und Flüchtlinge.

Johano Strasser nimmt diese Ängste ernst, analysiert und differenziert sie. Er unterscheidet zwischen individuellen und gesellschaftlichen Ängsten und verortet sie in den heutigen gesellschaftlichen und politischen Kontexten.

Kaum ein Begriff eignet sich so gut, Menschen zu manipulieren, Andersdenkende zu diskriminieren oder von den Menschen Opfer einzufordern, wie die Begründung mit der Angst. Wenn es um unsere Sicherheit geht, ist keine Summe zu phantastisch.

Strasser entwirft notwendige gesellschaftliche Strategien mit dem Ziel einer stabilien Einbettung sowohl in Systemsicherheit wie in Selbssicherheit gewährende Strukturen und Erfahrungen.

„…die Bewohner einer Straße, die sich zu einem ausgelassenen Fest verabreden, obwohl in den Medien die Angst vor einer Epidemie geschürt wird. Sie alle leisten womöglich mehr zur Bewältigung unserer Ängste, als alle ausgeklügelten Sicherheitssysteme.“ (Strasser, Gesellschaft in Angst, S. 200)

Beginn: 18 Uhr (bis 21 Uhr). Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Ev. Stadtakademie Bochum in Kooperation mit der Solidarischen Kirche Westfalen/Lippe und dem Q1.

Mehr Informationen: stadtakademie.de

 

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