Der Deutsche Lesepreis 2016 geht an „Neu in Deutschland“

buehne_fotos_klIn der Kategorie „Ideen für morgen“ wurde die Publikation „Neu in Deutschland. Zeitung über Flucht, Liebe und das Leben“ am 9. November im Berliner Humboldt Carré mit dem Deutschen Lesepreis 2016 der Stiftung Lesen und der Commerzbank Stiftung ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Dr. Bianca-Amalia Prinzessin von Preußen. „Der Deutsche Lesepreis 2016 geht an „Neu in Deutschland““ weiterlesen

„Ich bin so müde, wie ich nie dachte, dass ich einmal müde sein würde.“

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Boushra El Dalaf kam 2014 mit ihrem Mann aus Aleppo nach Deutschland. In Bochum schreibt sie seit 2016 für die Zeitung „Neu in Deutschland“.

Von Boushra El Dalaf
Übersetzung: Khaled Al Rifai

Meine Heimat ist nur eine Erinnerung. Daran, wie wir waren und wie wir wurden. Mit müden Augen sehe ich die Menschen, die auf der Straße mit sich selbst reden. So müde bin ich, dass ich ein Kind anschimpfte, das zu mir sagte: Bitte, kauf mir Schokolade. Bei Allah, ich war ungerecht zu diesem Kind… Eine Träne von mir fiel auf seinen kleinen Kopf. Ich ertrage es nicht, den Mann auf der Straße zu sehen, der um Geld für eine Fahrkarte bettelt, weil ihm sein Geld angeblich gestohlen wurde. Dabei wurde ihm überhaupt kein Geld gestohlen. Er bringt es nur nicht übers Herz zu sagen: Im Namen Allahs, ich habe kein Geld, um mir etwas zu essen zu kaufen. Bitte lass mich nicht verhungern. Es gibt noch eine Würde in ihm, die ihn das nicht sagen lässt. „„Ich bin so müde, wie ich nie dachte, dass ich einmal müde sein würde.““ weiterlesen

„Warum sind sonntags die Straßen so leer?“

Neu in Deutschland_Redaktionstreffen_klManche Fragen stellen die Deutschen den Geflüchteten immer wieder: Wie sieht es in Eurer Heimat aus? Habt Ihr in Syrien Autos? Möchtest Du wieder zurück? Warum kommen viele Männer ohne ihre Frauen nach Europa? – In der aktuellen Ausgabe der Zeitung „Neu in Deutschland“ gibt es Antworten auf diese Fragen. Aber die Geflüchteten haben auch Fragen an die Menschen, die schon länger in Deutschland leben. Bitte antworten Sie! „„Warum sind sonntags die Straßen so leer?““ weiterlesen

Musik und Träume am Q1

Der Tag des Sommeranfangs im türkischen Volkskalender (Ruz-I Hizir), ein Frühlingsfest, ein Fest der Aleviten und einiger Roma-Gruppen: Am Hidirellez-Tag wird vieles gefeiert, jedenfalls werden Wünsche aufgeschrieben, geknetet, gebastelt – damit sie im Laufe des folgenden Jahres in Erfüllung gehen mögen. Dabei tanze man ums offene Feuer. Am Q1 wird mit Musik, Träumen und gutem Essen gefeiert. Der Name des Festes mag von der unsterblichen mythologischen Gestalt des Hizir und dem alttestamentarischen Elias (oder: Ilyas) ausgehen. Eine Erzählung beschreibt Hizir und Elias als Brüder, die auch als Sterne am Himmel zu sehen sind und sich nur vom 5. auf den … Musik und Träume am Q1 weiterlesen

Feier zur Sonderausgabe „Neu in Deutschland“ (#1)

Header_Neu in Deutschland_webIm Februar erscheint die DreiViertel-Sonderausgabe „Neu in Deutschland“. Die Zeitung wurde von Geflüchteten aus Syrien und dem Irak erstellt.
Präsentiert wird die erste Ausgabe mit Musik & Snacks am 18. Februar um 18 Uhr im Neuland (Rottstr. 15).
Special Guest: WorldBeatClub Tanzen & Helfen.

Herzliche Einladung! „Feier zur Sonderausgabe „Neu in Deutschland“ (#1)“ weiterlesen

„Wenn ich das schaffe, schafft Ihr das auch!“

Theater 2_klDie VHS Zweigstelle Baarestraße feiert 10-Jähriges. Es gibt Zwischenzeugnisse – und Buntes

„Herr Oberbürgermeister Eiskirch, wie viele Flüchtlinge leben zur Zeit in Bochum?“ Thomas Eiskirch beugt sich auf seinem Platz in der ersten Reihe nach vorne. „In Bochum sind es zur Zeit rund 5300.“ – „Richtig!“, sagt der junge Moderator von der „Radiostation MF“ selbstbewusst. MF steht für Meinungsfreiheit und die Radiostation ist Teil des Bühnenprogramms, das zur Zwischenzeugnis-Übergabe an der VHS-Zweigstelle Baarestraße präsentiert wird. „„Wenn ich das schaffe, schafft Ihr das auch!““ weiterlesen

Die Kindervilla Pfiffikus hat einen Weihnachtsbaum – und alle Religionen feiern mit

Kita-Tannenbaum-Gruppenbild-Elliot-Fotografie_kl
Foto: Nadine Pütter, LJ-Fotografie

Ein starkes Symbol sei der Weihnachtsbaum, sagt Stephanie Schoenfeld, ständige stellvertretende Leiterin der Kindervilla Pfiffikus in Stahlhausen. „Zum deutschen Weihnachtsfest gehört er dazu.“ Auch in der Kindervilla, wo nur etwa 15 Prozent der Kinder einen christlichen Hintergrund haben. „Die Kindervilla Pfiffikus hat einen Weihnachtsbaum – und alle Religionen feiern mit“ weiterlesen