Neu im Stadtumbau-Team: Oya Akdeniz

Seit dem 1. Dezember 2016 leitet die Pädagogin und Islamwissenschaftlerin Oya Akdeniz zusammen mit Jens Franken das Stadtumbaubüro an der Kohlenstraße in Goldhamme.

„Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe“, sagt Oya Akdeniz (33), die an der Ruhr Universität studiert hat und bereits seit 2012 für die Ifak arbeitet. „Man muss in diesem Job kommunikativ sein, gerne mit Menschen umgehen, denn unser Büro ist für alle im Stadtteil geöffnet. Das gefällt mir gut. Ich bin jedenfalls nicht auf den Mund gefallen.“

Das Stadtumbaubüro leitet sie seit Dezember zusammen mit dem Stadtplaner Jens Franken – und übernimmt damit den Posten von Halil Şimşek, der nun ein anderes Projekt der Ifak verantwortet.

So wie Şimşek wird Oya Akdeniz für die sozial-integrativen Projekte verantwortlich sein („also für die Menschen“), während Franken vor allem die baulichen Maßnahmen betreut. „Wobei die baulichen Maßnahmen ja für die Menschen im Quartier da sind und viele Bewohnerinnen und Bewohner sich in die Entwicklung einbringen“, so Franken. Anregungen und Beschwerden nehmen jedenfalls beide entgegen. Und wenn im Herbst wieder das Westendfest ansteht, wird ohnehin jede Hand gebraucht.

„Als ich anfing, haben wir als Erstes einen Spaziergang durch den Stadtteil gemacht“, sagt Oya Akdeniz, die neben dem Deutschen auch Türkisch spricht. „In den vergangenen Jahren ist hier baulich ja einiges passiert und einiges ist in Planung.“ Sie weiß auch bereits, dass die beiden Bäcker auf der Essener Straße wichtige Anlaufstellen im Viertel sind – ebenso wie der Stadtteiltreff Alte Post, der nur ein paar Meter von ihrem neuen Büro entfernt liegt. „Aber wir haben uns auch das kaputte Tor an der Hundewiese im neuen Grünstreifen angeguckt.“ Sie kennt das Müll-Thema, die Parkplatz-Situation und die unterschiedlichen Meinungen zu Hunden im Quartier. „Da gibt es einiges zu diskutieren! Ich freue mich drauf.“

oyaakdeniz_klOya Akdeniz, aufgewachsen in Remscheid, im Bergischen Land, trägt ein Kopftuch – und weiß, dass dies für viele Menschen eine Rolle spielt. „Neulich kam eine ältere Frau hier an unserem Büro vorbei, sah mich durch das große Schaufenster und kam spontan herein. Was wir hier machen, wollte sie wissen – und fand es großartig, was ich ihr berichten konnte. Seit dreißig Jahren lebe sie in Goldhamme, der Stadtteil liege ihr sehr am Herzen, sagte sie. Offenbar fühlte sie sich durch mein Kopftuch eingeladen, hier hereinzukommen.“

„Ich finde es sehr gut, dass wir wieder eine Frau im Team haben“, sagt Jens Franken.

Welche Pläne und Ideen die neue Kollegin mitbringt? „Ich möchte möglichst bald mit allen Akteuren im Stadtteil Gespräche führen, sie kennenlernen, die Vernetzung untereinander stärken. Bei den monatlichen Stadtteil-Treffs kommen die Bewohnerinnen und Bewohner zu Wort. Erst einmal werde ich also gut zuhören, was von den Menschen kommt – und entsprechend meine Ideen einbringen.“

Die monatlichen Stadtteil-Treffs finden ab Februar 2017 jeweils am ersten Mittwoch jeden Monats um 17:30 Uhr im Stadtumbaubüro an der Kohlenstraße statt.

Anträge für das Stadtteil-Projekt (März – September) und die Bürgerprojekte des Verfügungsfonds können von Einrichtungen, Organisationen und Initiativen im Quartier bis zum 3. Februar 2017 eingereicht werden. Im Fokus der diesjährigen Projekte stehen die Themen „Kunst, Kultur, Integration & Zusammenleben“ in Verbindung mit dem Thema „Verstetigung“.

 

STADTumbauBÜRO Westend
Kohlenstraße 213
44793 Bochum

Tel.: 0234 / 54 167 64
email: stadtumbau@kohlenstrasse-bochum.de

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