Frauen, die füreinander da sind

Irmgard Kozik leitet die Evangelische Frauenhilfe in Bochum-Goldhamme – und erzählt von den 14-tägigen Treffen wie von einer langjährigen Freundschaft, mit gemeinsamen Erfahrungen und viel Herzlichkeit.

Es ist Mittwoch, früher Nachmittag, und ich mache mich auf den Weg ins Jochen-Klepper-Haus. Mit mir tun das noch weitere ca. 30 Frauen in Goldhamme, wir wollen alle zur Frauenhilfe.

Jetzt wird sich vielleicht die Eine oder der Andere beim Lesen fragen: Frauenhilfe – was ist das eigentlich?

Ein Mittwoch im März 2019: Die Evangelische Frauenhilfe trifft im Jochen-Klepper-Haus zusammen. Pfarrer Dieter Schuch (im Ruhestand) referiert zum Thema „Wie halten wir es mit der Wahrheit?“ Irmgard Kozik begrüßt mit herzlichen Worten.

Die Frauenhilfe wurde 1899 von der letzten deutschen Kaiserin Auguste Viktoria gegründet, in einer Zeit, in der in Deutschland viele Menschen in großer Armut lebten. Die Kaiserin wollte helfen, vor allem Frauen und Müttern. Ihr schwebte da etwas Besonderes vor. Sie wollte einen persönlichen Einsatz von Frauen für Frauen unter christlicher Prägung.

Das Vorhaben gelang; die Frauenhilfe wuchs.

Heute sind Evangelische Frauenhilfen als eingetragene Vereine (e.V.) in ganz Deutschland zu finden, mit großem Einsatz und großen Aufgaben.

Und wir sind ein Teil davon; Frauen, die füreinander da sind, das möchten wir sein.

Ein wichtiges Thema bei den 14-tägigen Treffen: Wie geht es jenen, die aus gesundheitlichen Gründen an diesem Tag nicht teilnehmen können? Braucht jemand Hilfe? Die Mitglieder der Frauenhilfe machen regelmäßig auch Krankenhaus-Besuche.

Also zurück zu unserer Frauenhilfsstunde. Wir freuen uns darauf und auf das Miteinander; entsprechend herzlich ist die Begrüßung.

Jedes Treffen beginnt mit einer Andacht, die einer unserer Pfarrer hält. Die nächste halbe Stunde möchten wir nicht missen. Es wird Kaffee getrunken, dabei kann man sich so herrlich unterhalten. Wir lachen gerne, sind gerne fröhlich. Aber da ist auch die Möglichkeit, sich so einiges von der Seele zu reden. Das tut gut. Informationen werden ausgetauscht aus Kreis und Gemeinde.

Im Anschluss erfolgt ein kurzer Vortrag über Themen jeglicher Art, so gehalten, dass alle mitreden können. Willkommen sind immer wieder Referentinnen und Referenten, die mit ihrem Vortrag unser Beisammensein bereichern.

Es finden Spiel-Nachmittage statt, wir feiern Geburtstage, Herbstfeste und Feste im Advent.

Natürlich sind wir immer im Einsatz, wenn es in der Gemeinde etwas zu tun gibt.

Es sind Freundschaften entstanden, man fährt gemeinsam in den Urlaub und so weiter. Sicher gibt es da noch viel mehr zu erzählen.

Unsere Frauenhilfsstunde ist beendet, und es war miteinander sehr schön. Darum freuen wir uns auf unser Wiedersehen in 14 Tagen.

Irmgard Kozik

Im Oktober 2018 

2 Gedanken zu “Frauen, die füreinander da sind

  1. Hallo, manchmal ist es wichtig, noch einmal auf solche segensreichen Gruppen wie die Frauenhilfe aufmerksam zu werden. Gerade in letzter Zeit ist mir bewusst geworden, dass Einsamkeit immer mehr Menschen betrifft, denen es nicht gelingt, sich einem Kreis wie Ihrem aktiv anzuschließen. Gern biete ich mich als Referentin für verschiedene Themen an. Ich bin Erwachsenenbildnerin (Schwerpunkt Familie und Lebensgestaltung) und Gedächtnistrainerin (BVGT e.V)

    1. Als langjähriges Mitglied der Frauenhilfe grüße ich Sie alle ganz herzlich und freue mich von Ihnen zu hören (auch von dir Angelika!)
      mechthild Uffmann
      schwerte

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