„Es gibt einen Lichtblick in jeder schwarzen Wolke“

Azeddin Darmach_klDer syrische Englischlehrer Azeddin Darmach (67) erzählt von dem einfachen Wunsch, auch im Alter in Ruhe leben zu können („leider ist dann dieser blutige Krieg in unserem Heimatland ausgebrochen“).
Sein Text war die Initialzündung zu unserem Zeitungsprojekt „Neu in Deutschland“, in dem geflüchtete Menschen in Bochum über eigene und andere Erfahrungen schreiben. Darmach schreibt in dieser Zeitung über seine Kindheit in Syrien und das Planetarium in Bochum – und hier über Zukunftsträume der Vergangenheit.

„Als Kind wollte ich Maler werden. Aber das durfte ich nicht, denn es war ein brotloser Beruf.

facebook Like ButtonAls Jugendlicher fing ich an zu lesen, ich habe viel gelesen – auf Arabisch und Englisch. Seitdem wollte ich Englische Literatur studieren. 1968 ging ich an die Universität, gab nebenbei Englischunterricht, um Geld zu verdienen.

Nach meinem Abschluss 1973 wurde ich Englischlehrer, seit 2009 bin ich im Ruhestand. Diese Zeit wollte ich in Ruhe verbringen. Mit vier Ärzten und Apothekern in der Familie haben wir in Syrien gutes Geld verdient, aber leider ist dieser blutige Bürgerkrieg in unserem Heimatland ausgebrochen.

Nehal mit Khaled und Azeddin_flip_klÜber die Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und die Schweiz kamen wir nach Deutschland. Am 15. Oktober 2014 zogen wir nach Bochum-Gerthe. Im Englischen gibt es ein Sprichwort: „Es gibt einen Lichtblick am Horizont in jeder schwarzen Wolke.“ Und wir waren so glücklich, dass wir diesen Lichtblick erreichen durften.

Nun sind wir wieder Schüler und Schülerinnen. Herzliche Grüße und vielen Dank, Deutschland, für Deine großzügige Gastfreundschaft.“

Die „DreiViertel“-Sonderausgabe „Neu in Deutschland“ erscheint am 18. Februar 2016 und wird mit einer kleinen Feier im Neuland (Rottstraße 15) vorgestellt.
facebook Like Button-> Sonderausgabe
-> facebook / Einladung zur Präsentation der ersten Printausgabe am 18. Februar um 18 Uhr, Neuland, Rottstraße 15

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